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Wie verweisen Sie ein Kind an einen padagogischen Psychologen -
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Wie verweisen Sie ein Kind an einen padagogischen Psychologen
 
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Die praktische Anwendung des wahrnehmenden Beobachtens
 
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Alemzadeh, M. Aus dem Buch: Gerd E. Schafer, Marjan Alemzadeh: " Wahrnehmendes Beobachten - Beobachtung und Dokumentation am Beispiel der Lernwerkstatt Natur " Berlin, Weimar: verlag das Netz Internetveroffentlichung mit Genehmigung des Verlages. Wahrnehmendes Beobachten ist ein alltagliches Instrument, das dazu dient, Kinder und ihre Lernprozesse tagtaglich wahrzunehmen und die padagogische Arbeit an den individuellen Moglichkeiten und Ressourcen der Kinder auszurichten. Wahrnehmendes Beobachten ist kein Instrument, um Leistungsstande zu erheben oder Diagnosen zu stellen, sondern vielmehr eine professionelle Haltung, um die Bildungsprozesse von Kindern wahrzunehmen und wirkungsvoll zu unterstutzen. Wahrnehmendes Beobachten ist die fachliche Antwort auf das neue Bild vom Kind als einem neugierigen, selbsttatigen und kompetenten Menschen. Wahrnehmendes Beobachten ist das Herzstuck einer Padagogik, die auf die Tatigkeiten und Interessen des Kindes achtet. Die praktische Anwendung des Beobachtungsverfahrens besteht aus vier Schritten, die im Folgenden ausfuhrlich beschrieben werden sollen:. Mochten Sie die Bildungsprozesse der Kinder so unterstutzen, dass die kindliche Selbststeuerung und Eigenaktivitat gewahrt bleibt, sind Sie darauf angewiesen, die Signale von Kindern wahrzunehmen, zu deuten und daruber ihre Interessen und anstehenden Entwicklungen zu erfassen vgl. Dazu konnen Sie das wahrnehmende Beobachten als Werkzeug fur den padagogischen Alltag nutzen. Die Beobachtung erfolgt frei, ohne vorab definierte Beobachtungskategorien, die den Blick leiten. Richten Sie Ihre ganze Aufmerksamkeit auf ein Kind oder eine Kindergruppe. Seien Sie mit allen Sinnen an der Beobachtung beteiligt, auch und gerade mit Ihrer korperlichen und emotionalen Wahrnehmungsfahigkeit. Intensivieren Sie Ihre Wahrnehmungen bewusst. Schauen Sie aufmerksam hin, horen Sie bewusst zu, vergegenwartigen Sie sich Ihre Gefuhle mit Hilfe Ihrer emotionalen Wahrnehmung. Bedenken Sie: Einzelne Wahrnehmungsweisen sind in ihrer Reichweite begrenzt. Was mit den Augen nicht wahrgenommen werden kann, wird moglicherweise durch das Fuhlen erfasst. Versuchen Sie, dicht wahrzunehmen. Gehen Sie beim wahrnehmenden Beobachten im wahrsten Sinne des Wortes mit den Kindern mit. Wenden Sie sich den Kindern sowohl korperlich als auch geistig zu. Tauchen Sie mit in das Geschehen ein: "Dabei sein meint nicht nur anwesend sein, sondern selbst mit eigenen Mitteln wenigstens ansatzweise nachzuvollziehen, was ein anderer in seinem Tun erleben, empfinden oder erfahren konnte" Schafer , S. Seien Sie innerlich beteiligt. Versuchen Sie, sich in das Kind einzufuhlen. Versuchen Sie, die Bedeutung des Geschehens aufzuspuren:. Wahrnehmendes Beobachten hilft Ihnen, eine Haltung zu entwickeln, in der Sie darum bemuht sind, Kinder zu verstehen, ihre Signale wahrzunehmen und padagogische Handlungsweisen wie Alltagsstrukturen so auszurichten, dass Kinder ihren Interessen und Bedurfnissen autonom nachgehen konnen. Demzufolge kann das wahrnehmende Beobachten als Alltagsinstrument in jeder Situation eingesetzt werden. Um damit zu beginnen, ist es jedoch sinnvoll, den Fokus zunachst auf einzelne Situationen zu richten, zum Beispiel auf:. Wenn Sie Situationen wahrnehmend beobachten, in denen Kinder selbst gewahlten Tatigkeiten nachgehen, stehen folgende Fragen im Mittelpunkt des Interesses:. Kinder mochten mit jeder Tatigkeit ein Stuck der Welt erkunden, verstehen und gestalten. Fallt es ihnen schwer, sich vertiefend auf etwas einzulassen, konnte dies ein Spiegel dafur sein, dass ihnen eine anregungsreiche Umgebung fehlt, die zum Erkunden einladt. Dabei geht es vor allem um Erfahrungen in Alltagszusammenhangen. Kinder haben die Gabe, sich sehr intensiv auf Dinge einzulassen. Tun sie das nicht, ist dies ein Hinweis fur Sie, zu uberprufen, woran es liegen konnte. Angelika von der Beek gibt in ihren Buchern "Bildungsraume fur Kinder von Null bis Drei" und "Bildungsraume fur Kinder von Drei bis Sechs", erschienen im verlag das netz, wunderbare Anregungen, wie man Raume so gestalten kann, dass sie den Bedurfnissen von Kindern gerecht werden. In einer Fortbildung erzahlte eine Erzieherin, sie konne in ihrer Einrichtung selten Kinder beobachten, die langere Zeit selbst gewahlten Tatigkeiten nachgehen. Die Kinder wurden immer darauf warten, dass sie einen Vorschlag macht. Ich wies die Erzieherin darauf hin, dass es vielleicht zu wenige Materialien gabe, die die Selbsttatigkeit der Kinder anregen. Als wir uns wiedersahen, erzahlte sie, ihr sei aufgefallen, dass es in ihrer Einrichtung kaum Materialien gab, mit denen die Kinder frei umgehen konnten. Es gab fast nur vorgefertigtes Spielzeug und Spiele, die man nicht zweckentfremden konnte: Puzzles oder Gesellschaftsspiele. Sie berichtete, wie fruchtbar sich das auf das Spiel der Kinder ausgewirkt hatte und dass sie nun haufig Kinder beobachtet, die uber langere Zeit in ihre Tatigkeiten versunken sind. Der padagogische Alltag ist komplex. Haufig geschehen viele verschiedene Dinge gleichzeitig und ziehen Ihre Aufmerksamkeit auf sich. Fallt Ihr Blick auf eine bestimmte Situation, ist es sinnvoll, diesen Fokus bewusst zu halten und die volle Aufmerksamkeit darauf zu richten - auch wenn Sie die Situation nicht fur bedeutsam halten oder den Eindruck haben, sie sei fur die Kinder nicht besonders bedeutungsvoll. Letzteres macht neugierig. Ein anderer Bedeutungshorizont wird durch Faszination oder Begeisterung der Beobachterin eroffnet. Auch Zuneigung oder Gleichgultigkeit, Aufregung oder Langeweile lenken die Aufmerksamkeit in unterschiedliche Richtungen" Schafer , S. Selbst Situationen, die immer wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rucken, sollten Sie wahrnehmend beobachten, um zu erkennen, was sich darin zeigen mochte. Bildungsprozesse vollziehen sich im Alltag, also auch in alltaglichen Routinen wie beim Essen oder Anziehen. Um alltagliche Situationen wahrnehmend zu beobachten, mussen Sie eine gewisse Distanz herstellen, die es ermoglicht, das Geschehen "neu" zu betrachten. Versuchen Sie einmal, die alltaglichen Routinen aus der Perspektive der Kinder zu sehen. Aus Ihrer Sicht als Erzieherin ist es vielleicht notwendig, dass sich alle Kinder vor dem Essen schnell die Hande waschen. Betrachten Sie die Situation aus der Perspektive der Kinder, bietet das Handewaschen Erfahrungen mit dem Element Wasser. Vielleicht mochten sie diesen Moment nutzen, sich intensiv darauf einlassen? Nehmen Sie das Bedurfnis der Kinder wahr, konnten Sie daraus die Konsequenz ziehen, Moglichkeiten zu schaffen, in denen die Kinder das Phanomen Wasser ausgiebig erkunden konnen. Haben die Kinder auch im Alltag jederzeit die Moglichkeit, mit Wasser zu spielen und zu experimentieren, wird die Handewasch-Situation vor dem Essen sicher sehr viel entspannter, da die Kinder wissen, dass sie jederzeit die Gelegenheit haben, im Waschraum zu spielen. Allerdings mussen die Sanitatsraume dann dementsprechend umgestaltet werden siehe hierzu die Bucher von Angelika von der Beek. Padagogische Handlungsfelder sind komplex, da sie durch den taglichen Umgang mit vielen unterschiedlichen Situationen und Aufgaben hohe Anforderungen an das Personal stellen. Im Laufe der Zeit bilden sich bestimmte Handlungsroutinen heraus, die es erleichtern, den Alltag zu strukturieren und zu bewaltigen. Gerade weil solche Routinen sich einstellen, muss Selbstbeobachtung Teil der Professionalisierung sein, um das eigene padagogische Handeln kontinuierlich reflektieren zu konnen. Padagogisches Handeln zeichnet sich unter anderem dadurch aus, wie man mit Kindern in Beziehung tritt, wie man mit ihnen interagiert, wie man auf ihre Bedurfnisse eingeht, wie man sie in ihren Bildungsprozessen unterstutzt, wie man eine Umgebung fur sie schafft. Deshalb sollten Sie auch Situationen zum wahrnehmenden Beobachten nutzen, in denen Sie in das Geschehen involviert sind, in denen Sie mit den Kindern einer Tatigkeit nachgehen oder sie dabei begleiten. Um solche Situationen spater reflektieren zu konnen, empfiehlt es sich, sie hin und wieder mit dem Tonbandgerat oder der Videokamera aufzunehmen. Wenn Sie mit dem wahrnehmenden Beobachten beginnen, ist es sinnvoll, zunachst Situationen zu nutzen, in denen Sie sich voll und ganz auf das Geschehen einlassen konnen. Hierfur bieten sich Situationen an, in denen die Kinder selbst gewahlten Tatigkeiten nachgehen. Bewahrt hat sich auch, zunachst einzelne Kinder wahrnehmend zu beobachten. Je routinierter Sie im Umgang mit dem wahrnehmenden Beobachten werden, desto komplexer konnen die Situationen sein, die Sie beobachten. Mit der Zeit wird es Ihnen auch gelingen, kleine Kindergruppen zu beobachten oder Situationen zu nutzen, in denen Sie eine handelnde Rolle im Geschehen einnehmen. Das Schreiben von Notizen, Geschichten und Dokumentationen ist ein notwendiger Schritt der Selbstklarung und Selbstreflexion dessen, was man beobachtet hat. Doch so lange Sie dabei sind, sich im wahrnehmenden Beobachten zu uben und zu festigen, sollten Sie notieren, erzahlen und Ihre Klarungsergebnisse dokumentieren, so oft es geht. Notizen sind schriftliche oder bildliche Darstellungen von Beobachtungen, die schon in der Situation festgehalten oder gleich danach aufgeschrieben werden. Sie dienen dem unmittelbaren Festhalten der Eindrucke, enthalten aber auch personliche Bemerkungen und bleiben privat. Daruber hinaus sind sie ein erster Schritt im Festhalten der eigenen Beteiligung. Als externes Gedachtnis enthalten sie das Material, das den Geschichten und Reflexionen - im Team oder mit sich selbst - zugrunde gelegt wird. Fur das Notieren wird jede Kollegin ihre eigene Art und Weise entwickeln. Jederzeit sollten Sie einen Stift und Papier zur Hand haben. Machen Sie sich wahrend der aktuellen Situation Notizen, die es Ihnen ermoglichen, die Beobachtung aufzuschreiben. Notieren Sie die Aussagen der Kinder, um sie spater wortlich wiedergeben zu konnen. Fotos helfen, Situationen im Nachhinein zu rekonstruieren. Achten Sie beim Fotografieren darauf, dass Sie aussagekraftige Ausschnitte und Blickwinkel wahlen. Sie konnen Details hervorheben oder den ganzen Prozess festhalten, so dass Sie spater eine Fotoserie haben. Auch andere technische Hilfsmittel wie eine Video-Kamera oder ein Tonbandgerat konnen hilfreich sein, gerade wenn Sie in das Geschehen involviert sind. Wichtig ist, dass durch die Hilfsmittel keine Distanz zwischen Ihnen und den Kindern entsteht. Mit der Zeit werden Sie Ihre eigenen Techniken finden, um Bedeutsames festzuhalten. Achten Sie darauf, dass die Akkus stets aufgeladen sind und dass auf den Speicherkarten genug Platz vorhanden ist. Das tagliche Ubertragen der Fotos auf den Computer sorgt fur Ordnung und leichten Zugriff. Die Notizen und Bilder dienen als Grundlage, um Bildungsprozesse der Kinder und das eigene padagogische Denken und Handeln in einen Zusammenhang zu bringen und zu reflektieren. Schreiben Sie Ihre Beobachtungen so zeitnah wie moglich auf. Versuchen Sie, sich gleich nach der Beobachtungssituation kurz zuruckzuziehen, um das zu erledigen. Ziehen Sie Ihre Notizen, Fotos oder sonstige Hilfsmittel heran, um das Geschehen so prazise und detailliert wie moglich zu beschreiben. Diese Daten sind wichtig, wenn die Beobachtungen genutzt werden, um Prozesse oder Entwicklungen von Kindern nachzuvollziehen. Daruber hinaus ist es sinnvoll, die Ausgangslage der Situation zu Beginn jeder wahrnehmenden Beobachtung kurz zu beschreiben und zu erlautern, wie Ihr Interesse auf die Situation gelenkt wurde. Dies ermoglicht es, die Beobachtung auch spater noch in den passenden Kontext einzuordnen. Mit Geschichten machen Sie Ihre Beobachtungen anderen Menschen zuganglich. Schreiben Sie eine Geschichte, mit der Sie die Leser in die Lage versetzen, nachzuvollziehen, was Sie wahrgenommen haben. Beschreiben Sie die beobachtete Situation so detailliert und anschaulich wie moglich. Achten Sie beim Schreiben darauf, nicht nur festzuhalten, was die Kinder getan haben, sondern vor allem, wie sie es getan haben. Schreiben Sie so, dass Menschen, die nicht an der Situation beteiligt waren, ein lebhaftes Bild davon erhalten. Uberlegen Sie, welche Informationen jemand braucht, um das Geschehene nachvollziehen zu konnen. Damit das Dokument alle fur die Interpretation relevanten Informationen enthalt, sollten Sie Adverbien benutzen, die die Qualitat des kindlichen Tuns beschreiben. Sitzt ein Kind entspannt oder angespannt auf den Stuhl? Schaut es neugierig, aufmerksam oder gelangweilt? Woran wird das erkennbar? Wenn Sie schreiben, dass ein Kind frohlich wirkt, sollten Sie beschreiben, woran Sie das erkennen: Korperhaltung, Gestik und Mimik des Kindes. Wie geht es seinen Tatigkeiten nach? Was bringt es dabei zum Ausdruck? Woran wird das fur Sie erkennbar? Welche Rolle spielen Sie im Geschehen? Scheuen Sie sich nicht davor, Ihre Empfindungen und Wahrnehmungen aufzuschreiben. Lassen Sie diese Informationen weg, kann man unter Umstanden nicht mehr erkennen, weshalb die Situation fur Sie bedeutungsvoll war, und das schriftliche Dokument nicht als Grundlage fur die Reflexion des padagogischen Handelns nutzen. Im Dokument hat beides seinen Platz: das Beobachtete und seine Wirkung auf Sie. Wichtig ist jedoch, dass Sie Ihre Wahrnehmungen kenntlich machen und sich dessen bewusst sind, dass es Ihre Wahrnehmungen sind, nicht die des Kindes. Mit Ihrer Geschichte bringen Sie Wahrgenommenes in einen Sinnzusammenhang. Halten Sie die Geschichte dennoch fur Variationen oder Veranderungen offen. Durch das Kombinieren verschiedener Perspektiven kann sich die Geschichte verandern oder erweitern. Bereits das Be- Schreiben ist ein Reflexionsprozess, da Sie sich die Situation noch einmal genau vergegenwartigen mussen, um sie in Worte zu fassen. Dabei merken Sie, wie aufmerksam Sie in der Situation waren und wie differenziert Sie etwas wahrgenommen haben. Die Wechselwirkung zwischen dem Wahrnehmen in der Situation und dem Aufschreiben im Nachhinein wird Ihre Wahrnehmung im Laufe der Zeit differenzieren. Dokumentationen sind das Ergebnis eines Reflexionsprozesses. Mehr daruber erfahren Sie im nachsten Kapitel. Die Reflexion dient dazu, die Bildungsprozesse der Kinder aufzudecken und uber das eigene padagogische Handeln nachzudenken. Wahrnehmende Beobachtungen dienen dem Versuch, sich den Bildungsprozessen und Sichtweisen der Kinder anzunahern. Nur so konnen diese Prozesse zur Grundlage eines padagogischen Handelns werden, das den individuellen Interessen und Fahigkeiten der Kinder folgt. Erfolgt die Reflexion der Beobachtungen im Team, erweitern die unterschiedlichen Perspektiven der Teammitglieder den Bedeutungshorizont jeder einzelnen Erzieherin. Ihre Wahrnehmungsfahigkeit fur die vielfaltigen Dimensionen kindlicher Bildungsprozesse scharft sich. Im Interpretationsprozess tragen die unterschiedlichen Perspektiven auf die Situation dazu bei, dass eine fassettenreiche Gesamtsicht entsteht vgl. Staege Die Ergebnisse der Team-Reflexion sollten schriftlich festgehalten werden. Sie spielen eine wichtige Rolle beim Zusammenstellen von Dokumentationen und dienen zur Uberprufung der Umsetzung padagogischer Ziele. In der Reflexion wird versucht zu verstehen, was sich in der Beobachtung zeigte. Zu diesem Zweck werden Reflexionsfragen eingesetzt, die das Nachdenken auf bestimmte Aspekte des Bildungsgeschehens lenken und es ermoglichen, Einzelteile zu einem Ganzen zusammenzusetzen - jedoch immer im Bewusstsein, dass alle Erkenntnisse nur Moglichkeiten sind, keine Wahrheiten. In der Teamreflexion erzahlt die Beobachterin so detailliert wie moglich von ihrer Beobachtung. Erst wenn sich alle Beteiligten die Situation bildhaft vorstellen konnen, werden die Reflexionsfragen fur die Interpretation herangezogen, um der Bedeutung der Situation auf die Spur zu kommen. Die folgenden Fragen konnen auf einzelne und auf mehrere Kinder bezogen werden. Sie dienen der vertieften Auseinandersetzung mit der beobachteten Situation. Anfangsvermutung: Worum konnte es dem Kind gehen? Was konnte in der Situation fur das Kind wichtig sein? Endvermutung: Kann ich der Beobachtung einen Titel geben? Veranderten sich meine anfanglichen Vermutungen? Im Mittelpunkt der Reflexion sollte immer die Frage stehen, inwieweit die Situation kindliche Bildungsprozesse zulasst und unterstutzt. Da kindliche Bildungsprozesse nicht aus dem Nichts entstehen, sondern immer eine Antwort auf vorgegebene Bedingungen enthalten, ist es wichtig, neben den kindlichen Handlungsweisen auch Alltagsstrukturen, raumliche und sachliche Gegebenheiten sowie padagogische Handlungsweisen in den Blick zu nehmen und zu hinterfragen. Die Erkenntnisse aus den Beobachtungen mussen immer wieder verglichen werden. Die erste Form der Uberprufung stellt fest, ob weitere Beobachtungen mit den bisherigen Uberlegungen in Ubereinstimmung gebracht werden konnen. Die zweite Form der Uberprufung klart, ob die individuellen Wahrnehmungen mit Wahrnehmungen anderer Menschen zusammenpassen. In Bezug auf das Kind bedeutet dies, dass die Bilder, die von einem Kind durch wahrnehmendes Beobachten entstehen, nicht fixiert sind. Setzt man mehrere Beobachtungen in Beziehung, wird eine weitere Form der Reflexion erreicht: Das Kind wird in moglichst vielen verschiedenen Situationen betrachtet. Neben den Erkenntnissen und padagogischen Konsequenzen, die aus der Reflexion gezogen werden, konnen die Ergebnisse dafur genutzt werden, eine Dokumentation fur das Kind anzulegen. Diese Dokumentation kann wiederum als Grundlage fur ein Elterngesprach genutzt und im Portfolio des Kindes abgeheftet werden. Wenn Sie einen Prozess, an dem eine Gruppe von Kindern beteiligt ist, uber mehrere Tage beobachten, sollten Sie diese Beobachtungen in Beziehung zueinander setzen. Zunachst hatten Sie vielleicht nur wahrgenommen, dass sich eine bestimmte Gruppe im Spiel zusammenfand. Durch die Reflexion mehrerer Beobachtungen konnen Sie eventuell Zusammenhange erkennen, die sich zuvor lediglich als einzelne Situationen darstellten. Mitunter ist es sinnvoll, bewusst nach solchen Zusammenhangen zu suchen, um zu verstehen, worum es den Kindern gehen konnte:. Diese Fragen werden im Team diskutiert. Dabei wird argumentierend nach Bedeutungen gesucht, Hypothesen werden gebildet, Moglichkeiten werden schriftlich festgehalten:. Deshalb ist die wahrnehmende Beobachtung so wichtig. Aus den Ergebnissen dieser Reflexionen, in denen Zusammenhange erarbeitet und sichtbar gemacht werden, konnen spater Dokumentationen entstehen. Grundlage dazu sind wahrnehmende Beobachtungen von Situationen, in denen Sie am Geschehen beteiligt waren. Vielleicht wird durch die Reflexion deutlich, dass Sie vorschnell eingegriffen und dem Kind dadurch eigene Losungswege verbaut hatten. Daraus konnten Sie die Konsequenz ziehen, dem Kind kunftig mehr Raum und Zeit fur eigene Erfahrungen zu lassen. In der Reflexion konnen Sie nun der Frage nachgehen, wie und mit welchem Impuls Sie das Kind hatten unterstutzen konnen, sein Vorhaben zu verfolgen. In beobachteten Situationen, in denen Sie in Gesprache mit Kindern verwickelt waren, kann die Interaktion in den Mittelpunkt der Reflexion gestellt werden:. Die Reflexion der Situationen dient nicht dazu, Fehler festzustellen. Vielmehr soll sie routinierte Handlungsweisen bewusst machen und es ermoglichen, alternative Handlungsmuster herauszuarbeiten, um das padagogische Handlungsrepertoire zu erweitern. Dafur sind Vertrauen und gegenseitige Achtung im Team unabdingbar. Ein schriftliches Dokument, in dem auch eigene Wahrnehmungen und Empfindungen festgehalten werden, kann als Grundlage dafur dienen, das eigene padagogische Denken und Handeln zu reflektieren. Das folgende Beispiel belegt dies:. Ich begleite Leon durch den Wald. Nachdem wir durch das Dickicht gegangen sind, erreichen wir einen umgesturzten Baumstamm, der nicht direkt auf dem Boden liegt, sondern mindestens zwei Meter uber der Erde. Leon klettert sofort auf den Stamm. Mir wird angst und bange. Wenn er herunterfallt! Er schaut sich zu mir um und uberlegt sich die Sache anders. Ohne ein Wort zu sagen, klettert er herunter, und wir gehen weiter In einem Reflexionsgesprach erzahlt die Erzieherin von der beschriebenen Situation. Sie berichtet, dass sie erleichtert war, als Leon von dem Baumstamm herabstieg. Es stellte sich heraus, dass die Erzieherin haufig angstlich reagiert, wenn Kinder klettern mochten. Ihr wurde klar, dass ihre Angst mit ihren eigenen Erfahrungen zusammenhangt. Leon ware durchaus in der Lage gewesen, uber den Baumstamm zu klettern. Er bewegte sich motorisch sehr sicher. Doch der angstliche Blick seiner Erzieherin hatte ihn verunsichert. Da er in ihrer Mimik lesen konnte, dass sie es ihm nicht zutraute, wagte er es plotzlich auch selbst nicht mehr. Hatte sie ihn voller Zuversicht angeschaut, ware er wahrscheinlich uber den Baumstamm geklettert. Es ist menschlich, Angst zu haben, und es geht nicht darum, eigene Grenzen zu negieren. Vielmehr geht es darum, sie wahrzunehmen, um in ahnlichen Situationen bewusst anders zu reagieren. Man kann zum Beispiel eine Kollegin bitten, die Kinder beim Klettern zu begleiten. Eigene biografische Erfahrungen konnen zu padagogischen Handlungen verleiten, die die Kinder in ihren Erfahrungsmoglichkeiten eingrenzen. Erst durch das Aufdecken unreflektierter Angste konnen Losungen gefunden werden, anders mit Situationen wie der beschriebenen umzugehen. Voraussetzung ist aber: Man muss Angste oder biografisch motivierte Begrenzungen kennen, damit man sie uberwinden oder es lernen kann, damit umzugehen. Zwei Mal im Jahr sollten Sie uberprufen, ob die Aufzeichnungen von bestimmten Mustern durchzogen werden. Sie konnten sich die Beobachtungen zum Beispiel unter folgenden Fragestellungen anschauen:. Solche Auswertungen konnen Ihnen helfen zu erkennen, dass jeder Mensch fur bestimmte Wahrnehmungen offener ist als fur andere. Sich seiner subjektiven Wahrnehmungsmuster bewusst zu werden ist Teil professionellen Handelns und ermoglicht es Ihnen, sich trotz eigener Wahrnehmungsvorlieben auch fur andere Situationen zu offnen und ihren Bedeutungen nachzugehen. Andererseits konnen bestimmte Starken erkannt und genutzt werden: Vielleicht wird durch die Auswertung deutlich, dass eine Erzieherin sich fur einen bestimmten Bildungsbereich besonders interessiert und die Tatigkeiten der Kinder in diesem Bereich sehr differenziert wahrnimmt. Dies konnte ein Hinweis sein, sich im Team mit dem Fachfrauenprinzip und der Offenen Arbeit intensiver auseinander zu setzen. Vielleicht fallt aber auch auf, dass es zu einem Bildungsbereich uberhaupt keine Beobachtungen gibt. Das konnte darauf verweisen, dass diesem Bereich in der Einrichtung zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Woran konnte das liegen? Vielleicht haben die Kinder in diesem Bereich nicht genugend attraktive Spielmoglichkeiten? Um das herauszufinden, sind Beobachtungen notig. Vielleicht stellt sich heraus, dass Veranderungen erfolgen mussen. Danach wird wiederum beobachtet: Wie wirken sich die Veranderungen auf das Spielverhalten der Kinder aus? Uberhaupt kann es hilfreich sein, immer mal wieder zu uberprufen, ob die Summe der Beobachtungen den Kindergartenalltag spiegelt. Fehlen bestimmte Situationen ganz und stehen andere oft im Zentrum, sollte das Team sich fragen, woran das liegen konnte. Sinnvoll ist es, die Auswertung an einem Teamtag vorzunehmen. Jede Erzieherin kann sich erst einmal ihren eigenen Beobachtungen widmen. Im nachsten Schritt tauscht man sich daruber aus, welche Muster man entdeckt hat. Nicht aus jeder Beobachtungsnotiz muss eine Geschichte oder eine Dokumentation entstehen. Sie sollen etwas zeigen, verstandlich machen und Zusammenhange darstellen. Die Dokumentation dient dazu, Ergebnisse festzuhalten. Sie kann aber auch wahrend eines Prozesses als didaktisches Werkzeug eingesetzt werden. Sie druckt einen Erkenntnisstand aus, fuhrt aber zugleich zu neuen Erkenntnissen" Kazemi-Veisari , S. In einer Dokumentation werden verschiedene Dokumente, die von einer oder mehreren Erzieherinnen zu einem bestimmten Prozess, einem Thema oder einer Fragestellung verfasst wurden, miteinander in Beziehung gesetzt. Dadurch findet eine Systematisierung statt. Die Dokumentation ist eine Art roter Faden, alle wichtigen Ereignisse verbindet, die zuvor in der Reflexion aufgedeckt wurden. Diese Bedeutungsarbeit bleibt allerdings immer - und das darf nicht vergessen werden - wie jede Beobachtung eine subjektive Interpretation, eine Konstruktionsarbeit desjenigen, der diese Arbeit leistet und dokumentiert" Kazemi-Veisari , S. Dokumentationen sind Zusammenstellungen, die Wahrgenommenes, Deutungen und Interpretationen verbinden, um aufzuzeigen, welche Bedeutung das Geschehen fur die Kinder haben konnte vgl. Spaggiari Jedes Kind sollte ein eigenes Buch oder einen Ordner haben, in dem solche Dokumentationen gesammelt werden konnen. Als didaktisches Werkzeug ermoglicht die Dokumentation es den Kindern, an ihren aktuellen Themen und Tatigkeiten anzuknupfen und sie weiterzufuhren. Damit eine Dokumentation quasi als externes Gedachtnis fur die Kinder fungieren kann, bieten sich vor allem zwei Formen an:. Nach dem Prozess des Beobachtens, Beschreibens und Reflektierens wahlen Sie aus, welche Momente Ihnen im Sinne moglicher Lern- und Verstehenswege der Kinder als wichtig und bemerkenswert erscheinen, und bereiten sie zeitnah zu einer Wand-Dokumentation auf. Die Dokumentation zeigt anhand von Fotos Schlusselszenen, die wiederum mit Uberschriften, kurzen Texten, Aussagen der Kinder und Interpretationen versehen werden. Dadurch werden die Kinder mit dem bereits Geschehenen konfrontiert und so zu neuen Auseinandersetzungen und Wahrnehmungen herausgefordert vgl. Stenger Gute Wand-Dokumentationen werfen Fragen auf, laden zum Austausch, zu neuen Interpretationen ein und konnen neue Ideen auslosen. Sie zeigen zusammenhangende Ereignisse, die vor einiger Zeit begonnen hatten und in der Zukunft weitergefuhrt werden. In diesem Sinne werden sie genutzt, um kindliche Bildungsprozesse zu unterstutzen. Sie spiegeln, was wahrgenommen wurde, und erinnern die Kinder an bereits Geschehenes vgl. Wand-Dokumentationen sollten auf Augenhohe der Kinder angebracht und so gestaltet sein, dass sie taglich nach der gemeinsamen Reflexion im Kleinteam durch neue Fotos und Texte erganzt werden konnen, um den Verlauf eines Prozesses zu begleiten. Durch diese Aktualisierungen bleiben alle Beteiligten im Kontakt mit dem Geschehen. Den Kindern zeigen die Dokumentationen, dass ihre Tatigkeiten wahrgenommen und ernst genommen werden. Sie ermoglichen ihnen, ihre Lernprozesse noch einmal nachzuvollziehen, daruber zu sprechen und zu reflektieren. Den Erwachsenen gestatten die Dokumentationen, den Spuren der Kinder uber langere Zeit zu folgen, sie in ihren Lernprozessen zu unterstutzen und neue Ideen zu entfachen. In den Raumen einer Kindertagesstatte sollten Platze fur kleine Ausstellungen eingerichtet werden: Fensterbanke, ein Tisch oder ein Regal in Kinderhohe. Kleine Ausstellungen zeigen, mit welchen Themen sich die Kinder gerade beschaftigen. Nach einem Waldtag konnen die Fundstucke ausgestellt werden. Da sie fur die Kinder meist eine Bedeutung haben - ein Stein ist zum Beispiel ein Feuerstein, ein Stock ein Dino-Knochen -, ist es sinnvoll, sie mit kleinen Schildern zu versehen, auf denen die Bedeutungen festgehalten sind. Werden Dinge ausgestellt, die fur die Kinder bedeutsam sind, erhalten sie einen Rahmen und werden hervorgehoben. Dies unterstutzt die Kinder, ihren Interessen nachzugehen. Eine Ausstellung wachst Stuck fur Stuck mit den Erfahrungen und Ideen der Kinder. Die Erzieherin gestaltet die Ausstellung und stellt passende Gegenstande wie Bilder oder Bucher bereit, die das Weiterdenken der Kinder anregen konnen. Manchmal ist es sinnvoll, sie mit einer Wand-Dokumentation zu kombinieren. Werden zum Beispiel Bilder oder andere Werke der Kinder ausgestellt, konnte die Wand-Dokumentation den Entstehungsprozess der Werke aufzeigen. Als ein Kind einen Feuerstein gefunden hatte, kamen mehrere Kinder daruber ins Gesprach, welche Moglichkeiten es gibt, Feuer zu machen. Verschiedene Ideen wurden gesammelt. Die Padagogin hatte einen Rahmen geschaffen, der es ermoglichte, diesen Ideen nachzugehen. So wurde an einem Tag ein Feuer in einem Feuerkorb entfacht und spater wieder geloscht. Ein Junge erzahlte, dass man auch mit Lupen Feuer entfachen konne. Dies wurde am nachsten Tag ausprobiert: Die Kinder brachten Zeitungspapier mit Lupen, Sonnenstrahlen und viel Geduld zum Kokeln. Andere Kinder malten Bilder mit der Kohle, die am Vortag entstanden war. Die verschiedenen Moglichkeiten wurden von der Padagogin in einer Ausstellung zusammengestellt und regten die Kinder zu weiterem Austausch an. Ben sammelte im Wald Federn und nahm sie in die Lernwerkstatt mit. Dort wollte er damit schreiben. Meine Kollegin stellte ihm Farbe zur Verfugung, und Ben ging seiner Tatigkeit nach. Als die Spielzeit voruber war, fragte sie ihn, ob sie sein Schriftstuck auslegen darf. Ben war einverstanden. Sie fragte, ob sie etwas dazu schreiben soll. Ben teilte ihr etwas mit, und sie notierte es. Am nachsten Morgen kam Ben mit einer Feder in die Lernwerkstatt. Da ich das Geschehen am Vortag mitbekommen hatte, fiel mir das sofort auf. Sollen wir uns das noch mal anschauen? Er bejahte, ging zu seinem Bild, das auf dem Ausstellungsregal lag, und sagte: "Da steht was geschrieben. Wand-Dokumentationen und Ausstellungen bieten Gesprachsanlasse, denn sie sind Orte des Zusammenkommens fur Kinder, die einander von ihren Erfahrungen berichten. Dabei nehmen sie vielleicht Bezug auf Bilder oder Gegenstande, die ausgestellt sind. Im Gesprach konnen sich neue Ideen entwickeln. Die Dokumentationen ermoglichen es der Erzieherin, uber bereits Geschehenes immer wieder mit den Kindern ins Gesprach zu kommen und mehr uber ihre Ideen und Gedanken zu erfahren. Wahrend eines Projekts kommen die Kinder haufig am nachsten Tag mit einer Idee oder einem Gedanken in die Kita, weil sie zu Hause noch mit dem Thema beschaftigt waren. Gibt es Orte, an denen vergangene Erfahrungen gebundelt zusammengestellt werden, nutzen Kinder sie auch, um neue Erfahrungen mitzuteilen. Dokumentationen sind auch fur Eltern interessant, da sie ihnen Einblick in die Lernprozesse ihrer Kinder ermoglichen. So konnen Mutter und Vater einen Teil der Erfahrungen im Kindergartenalltag mit ihren Kindern teilen, obwohl sie abwesend sind. Wand-Dokumentationen oder Ausstellungen bieten Eltern einen Anlass, mit den Kindern ins Gesprach zu kommen. Schauen sich Eltern und Kinder Dokumentationen gemeinsam an, erzahlen die Kinder meist ausfuhrlich uber ihre Erlebnisse. Diese Form des Austauschs ermoglicht tatsachlich eine Beteiligung der Eltern. Sie werden fur aktuelle Fragen und Themen der Kinder sensibilisiert und nehmen zu Hause vielleicht Ereignisse wahr, die mit dem Geschehen in der Kita zusammenhangen. Sie konnen fur Gesprache mit Eltern genutzt werden, um die Bildungsprozesse der Kinder aufzuzeigen und zu erlautern, was hinter den abgebildeten Erfahrungen stecken konnte:. Gleichzeitig bieten Dokumentationen die Moglichkeit, sich daruber auszutauschen, ob ein Kind zu Hause und in der Einrichtung ahnliche Interessen zeigt. Vielleicht sensibilisiert das Gesprach die Eltern dafur, zu Hause bestimmte Erfahrungen zu ermoglichen. Andererseits konnen die Eltern der Erzieherin Hinweise geben, die es ihr ermoglichen, Verhaltens- oder Handlungsweisen des Kindes verstehen und einordnen zu konnen. Voraussetzung dafur, dass ein Projekt entstehen kann, ist eine aktuelle Situation, die etwas auslost. Das kann eine Frage sein, eine besondere Gegebenheit, ein Problem oder eine Idee. In allen Fallen geht eine Initialzundung voraus, aus der weitere Ereignisse, Ideen und Entwicklungen entstehen konnen, weil sie andere Kinder und Erwachsene packt und begeistert. Bekommen Sie solche Momente, in denen zundende Ideen entstehen, durch wahrnehmende Beobachtung mit, ist es Ihre Aufgabe, sie aufzugreifen. Wahrend die einzelnen Schritte bei direktiven Projekten im Voraus von der Erzieherin geplant und mit den Kindern Schritt fur Schritt umgesetzt werden, wissen Kinder und Erzieherin in der offenen Projektarbeit oft nicht, wohin die Reise fuhrt. Hier wird die wahrnehmende Beobachtung zu Ihrem Alltagswerkzeug. Sie wird fokussiert eingesetzt, um einen Prozess zu begleiten. Auf der Grundlage Ihrer wahrnehmenden Beobachtungen und deren Reflexion schatzen Sie immer wieder aufs Neue ein, in welcher Form Ihre Unterstutzung notwendig ist. In der Projektarbeit wechseln sich die Zeiten ab, in denen Sie aktiv sind, die Kinder in ihren Vorhaben unterstutzen und sich dann wieder in die Rolle der wahrnehmenden Beobachterin zuruckziehen, um zu verfolgen, wie die Kinder selbststandig an ihren Ideen weiterarbeiten. Wahrend der Projektarbeit sollte sich zumindest das Klein-Team so oft wie moglich - am besten taglich - austauschen. Projektarbeit in diesem Sinne ist also nur moglich, wenn ein intensiver Wechselwirkungsprozess zwischen padagogischem Handeln, wahrnehmenden Beobachtungen, deren Reflexion und Interpretation stattfindet. Der jeweils nachste Schritt ergibt sich aus der Reflexion und Interpretation der vorherigen Schritte. An manchen Stellen konnten Sie vielleicht einen Impuls in Form eines Gedankens oder einer Frage geben, an anderen Stellen bieten Sie ein neues Material oder Werkzeug an und beobachten, ob und wie es von den Kindern aufgegriffen wird. Sie folgen den Spuren der Kinder und bekommen beim wahrnehmenden Beobachten Hinweise, welche Schritte folgen konnten. In Ihrer Verantwortung liegt es, einen Rahmen zu schaffen, in dem solche Schritte tatsachlich moglich sind. Erkenntnisse aus der Reflexion werden fur die Dokumentation festgehalten. In der offenen Projektarbeit ist es unabdingbar, mit der Dokumentation wahrend des Prozesses zu beginnen, sie also nicht als Endresultat zu verstehen, da sie den Kindern und Ihnen als didaktisches Mittel dient, Zusammenhange sichtbar zu machen. Die vier Schritte des wahrnehmenden Beobachtens gibt es auch als ubersichtliche Orientierungshilfe zum Ausdrucken. Das PDF-Datei kann unter www. Mehr Informationen finden Sie unter www. Beobachtung und Dokumentation am Beispiel der Lernwerkstatt Natur. Weimar, Berlin: verlag das netz Bernfeld, S. Frankfurt am Main: Suhrkamp Kazemi-Veisari, E. Wie Beobachten zur Achtung fuhrt. Seelze: Kallmeyer Schafer, G. Zur Begrundung und konzeptionellen Ausgestaltung einer padagogischen Ethnographie in der fruhen Kindheit. In: Schafer, G. Ethnographische und phanomenologische Beitrage zur Bildungsforschung. Weinheim, Munchen: Juventa , S. Spaggiari, S. In: Castagnetti, M. Weinheim, Berlin, Basel: Beltz , S. Staege, R. In: Duncker, L. Das Handbuch zum Lernen in Kindergarten und Grundschule. Seelze: Kallmeyer , S. Stenger, U. In: Kasuschke, D. Kronach: Carl Link , S. Marjan Alemzadeh war mehrere Jahre wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Gerd E. Schafer und arbeitete im Projekt "Lernwerkstatt Natur" an der Universitat zu Koln. Sie ist freiberufliche Fortbildnerin mit den Schwerpunkten Fruhkindliche Bildung, Beobachtung und Dokumentation, Kinder unter Drei und Bildungsbereich Natur. Naturlich bietet sie auch Fortbildungen zum wahrnehmenden Beobachten an. Uber uns Werbung Kontakt Impressum Datenschutz. Fachartikel Zum Weiterlesen Bucher zur Kindertagesbetreuung Rezensionen Empfohlene und preisgekronte Medien Werden Sie Autor. Startseite Fachartikel Beobachtung und Dokumentation Die praktische Anwendung des wahrnehmenden Beobachtens. Zitiervorschlag Alemzadeh, M. Internetveroffentlichung mit Genehmigung des Verlages Die praktische Anwendung des wahrnehmenden Beobachtens Marjan Alemzadeh Wahrnehmendes Beobachten ist ein alltagliches Instrument, das dazu dient, Kinder und ihre Lernprozesse tagtaglich wahrzunehmen und die padagogische Arbeit an den individuellen Moglichkeiten und Ressourcen der Kinder auszurichten. Die praktische Anwendung des Beobachtungsverfahrens besteht aus vier Schritten, die im Folgenden ausfuhrlich beschrieben werden sollen: wahrnehmend beobachten, beschreiben, reflektieren, dokumentieren. Schritt: Wahrnehmend beobachten Mochten Sie die Bildungsprozesse der Kinder so unterstutzen, dass die kindliche Selbststeuerung und Eigenaktivitat gewahrt bleibt, sind Sie darauf angewiesen, die Signale von Kindern wahrzunehmen, zu deuten und daruber ihre Interessen und anstehenden Entwicklungen zu erfassen vgl. Wie beobachtet man wahrnehmend? Dichte Wahrnehmung Richten Sie Ihre ganze Aufmerksamkeit auf ein Kind oder eine Kindergruppe. Nehmen Sie sich Zeit fur die wahrnehmende Beobachtung. Machen Sie sich das Beobachtete auf vielfaltige Weise und in moglichst vielen Details bewusst. Nutzen Sie, wo es hilfreich erscheint, technische Hilfsmittel, zum Beispiel einen Fotoapparat, eine Video-Kamera oder ein Tonbandgerat. Diese Hilfsmittel erlauben es, bestimmte Wahrnehmungsprozesse nachtraglich zu wiederholen. Begeben Sie sich in einen Prozess der Verlangsamung. Nehmen Sie so bewusst wie moglich wahr vgl. Schafer Teilnahme und innere Beteiligung Gehen Sie beim wahrnehmenden Beobachten im wahrsten Sinne des Wortes mit den Kindern mit. Versuchen Sie, die Bedeutung des Geschehens aufzuspuren: Worum konnte es dem Kind in der beobachteten Situation gehen? Welche Bedeutung, welchen Sinn konnte das Geschehen fur das Kind haben? Woran wird das deutlich? Wie beginnt man mit dem wahrnehmenden Beobachten? Um damit zu beginnen, ist es jedoch sinnvoll, den Fokus zunachst auf einzelne Situationen zu richten, zum Beispiel auf: selbst gewahlte Tatigkeiten der Kinder; Situationen, die Aufmerksamkeit erregen; alltagliche Routinen wie Essen oder Anziehen; Situationen, in denen Sie in das Geschehen involviert sind. Im Mittelpunkt kann dabei stehen: ein einzelnes Kind, eine Kindergruppe, die Interaktion zwischen einem Kind oder mehreren Kindern und der Padagogin. Selbst gewahlte Tatigkeiten der Kinder Wenn Sie Situationen wahrnehmend beobachten, in denen Kinder selbst gewahlten Tatigkeiten nachgehen, stehen folgende Fragen im Mittelpunkt des Interesses: Was bringt gerade dieses Kind - oder diese Kindergruppe - an Handlungsweisen, Ideen und Moglichkeiten in eine gegebene Situation ein? Welche Fahigkeiten setzt das Kind ein? Welche Erfahrungen halt die selbst gewahlte Tatigkeit fur das Kind bereit? Welche Bedeutung konnten die Erfahrungen fur das Kind haben? Situationen, die Aufmerksamkeit erregen Der padagogische Alltag ist komplex. Alltagliche Routinen wie Essen oder Anziehen Bildungsprozesse vollziehen sich im Alltag, also auch in alltaglichen Routinen wie beim Essen oder Anziehen. Doch: Wie viel Selbststandigkeit lassen diese Situationen zu? Wie viel Entscheidungsfreiheiten haben die Kinder? Wie aktiv konnen sie sich in die Prozesse einbringen? Gibt es Situationen im Alltag, in denen leicht Stress entsteht, sollten Sie genauer hinschauen: Wie verlauft so eine Situation? Wodurch entsteht der Stress? Wie konnten Sie den Ablauf verandern, um Stress zu vermeiden? Situationen, in denen Sie in das Geschehen involviert sind Padagogische Handlungsfelder sind komplex, da sie durch den taglichen Umgang mit vielen unterschiedlichen Situationen und Aufgaben hohe Anforderungen an das Personal stellen. Tipp Wenn Sie mit dem wahrnehmenden Beobachten beginnen, ist es sinnvoll, zunachst Situationen zu nutzen, in denen Sie sich voll und ganz auf das Geschehen einlassen konnen. Schritt: Beschreiben Das Schreiben von Notizen, Geschichten und Dokumentationen ist ein notwendiger Schritt der Selbstklarung und Selbstreflexion dessen, was man beobachtet hat. Notizen Notizen sind schriftliche oder bildliche Darstellungen von Beobachtungen, die schon in der Situation festgehalten oder gleich danach aufgeschrieben werden. Geschichten schreiben Ziehen Sie Ihre Notizen, Fotos oder sonstige Hilfsmittel heran, um das Geschehen so prazise und detailliert wie moglich zu beschreiben. Dokumentationen Dokumentationen sind das Ergebnis eines Reflexionsprozesses. Schritt: Reflektieren Die Reflexion dient dazu, die Bildungsprozesse der Kinder aufzudecken und uber das eigene padagogische Handeln nachzudenken. Bildungsprozesse aufdecken Wahrnehmende Beobachtungen dienen dem Versuch, sich den Bildungsprozessen und Sichtweisen der Kinder anzunahern. Wahrnehmende Beobachtungen reflektieren In der Reflexion wird versucht zu verstehen, was sich in der Beobachtung zeigte. Reflexionsfragen Die folgenden Fragen konnen auf einzelne und auf mehrere Kinder bezogen werden. Gehen Sie alle Fragen durch, auch wenn Sie nicht alle Fragen beantworten mussen. Die Situation und ich Was machte mich auf die Situation aufmerksam? Wie wirkte das Beobachtete auf mich? Das Kind in der Situation Anfangsvermutung: Worum konnte es dem Kind gehen? Welche Wahrnehmungen macht das Kind? Werden sie erweitert? Welche Bilder, Geschichten, Erkenntnisse oder Theorien entwickelt das Kind in der Situation? Wie stark lasst sich das Kind auf seine Tatigkeit ein? Woran werden Aufmerksamkeit und Engagement erkennbar? Auf welche Weise nimmt das Kind Beziehungen zu anderen Kindern, zu Erwachsenen, zu Dingen auf? Welche Materialien oder Werkzeuge benutzt das Kind? Wie und wozu? Wie wirken sich die raumlichen und zeitlichen Bedingungen auf das Kind aus? Fehlt dem Kind etwas? Schlusse und Anregungen fur die Praxis Ergeben sich Schlusse fur das personliche fachliche Handeln? Beobachtungen in Beziehung setzen Die Erkenntnisse aus den Beobachtungen mussen immer wieder verglichen werden. Werden bestimmte Entwicklungen oder Prozesse deutlich? Zeigen sich bestimmte Muster, die etwas uber die Besonderheiten oder Vorlieben des Kindes aussagen? Beobachtungen eines Prozesses in Beziehung setzen Wenn Sie einen Prozess, an dem eine Gruppe von Kindern beteiligt ist, uber mehrere Tage beobachten, sollten Sie diese Beobachtungen in Beziehung zueinander setzen. Mitunter ist es sinnvoll, bewusst nach solchen Zusammenhangen zu suchen, um zu verstehen, worum es den Kindern gehen konnte: Welche Fragen haben die Kinder? Wie versuchen sie, diesen Fragen nachzugehen? Wie gelangen sie zu Einsichten und Erklarungen? Dabei wird argumentierend nach Bedeutungen gesucht, Hypothesen werden gebildet, Moglichkeiten werden schriftlich festgehalten: Gibt es ein bestimmtes Thema, das sich durch mehrere Beobachtungen zieht, auch wenn es auf den ersten Blick nicht sichtbar ist? In beobachteten Situationen, in denen Sie in Gesprache mit Kindern verwickelt waren, kann die Interaktion in den Mittelpunkt der Reflexion gestellt werden: Welche Arten von Fragen wurden gestellt? Wurde das Kind durch offene Fragen angeregt, von seinem Vorhaben zu erzahlen? Knupften die Redebeitrage der Kinder und der Erzieherin inhaltlich aneinander an? Sich selbst in den Beobachtungen erkennen Ein schriftliches Dokument, in dem auch eigene Wahrnehmungen und Empfindungen festgehalten werden, kann als Grundlage dafur dienen, das eigene padagogische Denken und Handeln zu reflektieren. Das folgende Beispiel belegt dies: Ich begleite Leon durch den Wald. Sie konnten sich die Beobachtungen zum Beispiel unter folgenden Fragestellungen anschauen: Habe ich eher einzelne Kinder oder Kindergruppen beobachtet? Habe ich eher aktive oder ruhige Kinder beobachtet? Habe ich eher Jungen oder Madchen beobachtet? Welche wahrnehmenden Beobachtungen habe ich ausgewahlt, um sie festzuhalten? Lassen sich Muster oder Vorlieben erkennen? Gibt es Beobachtungen, in denen ich auch mein eigenes Handeln beschreibe? Gibt es viele Beobachtungen aus einem Tatigkeitsbereich, zum Beispiel Kinder beim Bauen, wahrend andere Bereiche nicht auftauchen, zum Beispiel das Rollenspiel? Wenn in der Kita offen und nach dem Fachfrauenprinzip gearbeitet wird, ist es selbstverstandlich, dass die Erzieherin vorwiegend in ihrem Funktionsraum beobachtet. Schritt: Dokumentieren Nicht aus jeder Beobachtungsnotiz muss eine Geschichte oder eine Dokumentation entstehen. Die Dokumentation Die Dokumentation dient dazu, Ergebnisse festzuhalten. Die Dokumentation als Ergebnis eines Reflexionsprozesses In einer Dokumentation werden verschiedene Dokumente, die von einer oder mehreren Erzieherinnen zu einem bestimmten Prozess, einem Thema oder einer Fragestellung verfasst wurden, miteinander in Beziehung gesetzt. Die Dokumentation als didaktisches Werkzeug Als didaktisches Werkzeug ermoglicht die Dokumentation es den Kindern, an ihren aktuellen Themen und Tatigkeiten anzuknupfen und sie weiterzufuhren. Damit eine Dokumentation quasi als externes Gedachtnis fur die Kinder fungieren kann, bieten sich vor allem zwei Formen an: Wand-Dokumentationen, kleine Ausstellungen. Wand-Dokumentationen Nach dem Prozess des Beobachtens, Beschreibens und Reflektierens wahlen Sie aus, welche Momente Ihnen im Sinne moglicher Lern- und Verstehenswege der Kinder als wichtig und bemerkenswert erscheinen, und bereiten sie zeitnah zu einer Wand-Dokumentation auf. Kleine Ausstellungen In den Raumen einer Kindertagesstatte sollten Platze fur kleine Ausstellungen eingerichtet werden: Fensterbanke, ein Tisch oder ein Regal in Kinderhohe. Feuer Als ein Kind einen Feuerstein gefunden hatte, kamen mehrere Kinder daruber ins Gesprach, welche Moglichkeiten es gibt, Feuer zu machen. Federn Ben sammelte im Wald Federn und nahm sie in die Lernwerkstatt mit. Ben freute sich und sagte: "Ja, die habe ich gefunden. Was ist denn Zenturio? Die Dokumentation als Gesprachsanlass Peer-Interaktionen Wand-Dokumentationen und Ausstellungen bieten Gesprachsanlasse, denn sie sind Orte des Zusammenkommens fur Kinder, die einander von ihren Erfahrungen berichten. Interaktionen zwischen Erzieherin und Kind Die Dokumentationen ermoglichen es der Erzieherin, uber bereits Geschehenes immer wieder mit den Kindern ins Gesprach zu kommen und mehr uber ihre Ideen und Gedanken zu erfahren. Interaktionen zwischen Eltern und Kind Dokumentationen sind auch fur Eltern interessant, da sie ihnen Einblick in die Lernprozesse ihrer Kinder ermoglichen. Sie konnen fur Gesprache mit Eltern genutzt werden, um die Bildungsprozesse der Kinder aufzuzeigen und zu erlautern, was hinter den abgebildeten Erfahrungen stecken konnte: Warum ist etwas wichtig fur die Kinder? Was konnen die Kinder dabei lernen? Wahrnehmende Beobachtung, Reflexion und Dokumentation als Instrumente fur die Projektarbeit mit Kindern Voraussetzung dafur, dass ein Projekt entstehen kann, ist eine aktuelle Situation, die etwas auslost. Die Rolle der Erzieherin in der Projektarbeit Es gibt zwei Formen von Projekten: offene und direktive Projekte. Die Wechselwirkung zwischen padagogischem Handeln, wahrnehmenden Beobachtungen und Reflexion Wahrend der Projektarbeit sollte sich zumindest das Klein-Team so oft wie moglich - am besten taglich - austauschen. Konnten sie ihre Erfahrungen vertiefen oder neue Erfahrungen sammeln? Wurden ihre Impulse von den Kindern aufgenommen? Knupften ihre Impulse an den Gedanken oder Ideen der Kinder an? Wie konnten die nachsten Schritte aussehen? Schlussbemerkung Die vier Schritte des wahrnehmenden Beobachtens gibt es auch als ubersichtliche Orientierungshilfe zum Ausdrucken. Literatur Alemzadeh, M. Weimar, Berlin: verlag das netz von der Beek, A. Weimar, Berlin: verlag das netz Bernfeld, S. Frankfurt am Main: Suhrkamp Kazemi-Veisari, E. Seelze: Kallmeyer Schafer, G. Ahnliche Fachartikel zum Thema Wahrnehmung mit allen Sinnen Projekt "Fotografie in der Kita" - Forderung der Wahrnehmung, Achtsamkeit und Selbstwirksamkeit Wahrnehmung und Spiel.
Fuhrung im Klassenzimmer pp Cite as. Es wird gezeigt, inwiefern typische Anwendungen der lerntheoretischen Techniken verkurzt und kontraproduktiv sind, und zielfuhrendere Prinzipien werden erlautert und an Beispielen illustriert: unter anderem versteckte Verstarkeranalyse, Lob ist wirksamer als Strafe, Prinzip der geringsten Intervention, Verhalten und nicht Person bestrafen, auf stellvertretendes Lernen achten und Unterminierung intrinsischer Motivation vermeiden durch spontane Verstarkung. Skip to main content. This service is more advanced with JavaScript available. Advertisement Hide. Authors Authors and affiliations Beate Schuster. Chapter First Online: 03 July This is a preview of subscription content, log in to check access. Beate Schuster 1 1. Ludwig-Maximilians-Universitat Munchen Munchen Deutschland. Personalised recommendations. Cite chapter How to cite? RIS Papers Reference Manager RefWorks Zotero. ENW EndNote. BIB BibTeX JabRef Mendeley. Buy options.

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